Vor gut einem halben Jahr, haben drei Freunde und ich einen einwöchigen Sommerurlaub auf der griechischen Kykladeninsel Mykonos gebucht, da es dort eine angenehme Mischung aus Partyurlaub, erholsamen Stränden und ein kleines bisschen Kultur zu geben schien. Damals ahnte keiner von uns, dass es sich bei Mykonos anscheinend um eine berüchtigte "Schwuleninsel" handeln sollte, die obendrei sehr hoch im Preisranking eingestuft sei. Da wir weder homosexuell veranlagt, noch besonders geldig sind, hatten wir dann doch Zweifel an unserer Urlaubsdestination. Doch treffen diese Vorurteile bezüglich Mykonos überhaupt zu?! Das und noch viel mehr erfahrt ihr in dieser Mini-Serie zum Thema "Mykonos"!



Ein Teil der Windmühlengruppe Kato Milli, dem Wahrzeichen der Insel.

Die Insel

Die nicht einmal hundert Quadratkilometer große Insel gehört zu den sogenannten Zykladen, einer Gruppe griechischer Inseln in der südlichen Ägäis, der neben Mykonos unter anderem das beliebte Urlaubsziel Santorin angehört.

Trotz ihrer bescheidenen Größe, ist die 10.000 Einwohner Insel sowohl via Flugzeug als auch via Fähre sehr gut erreichbar. So konnten wir bei der Hinreise vom Flughafen München direkt nach Mykonos fliegen, ohne einen zeitraubenden Umstieg im rund 160 Kilometer entfernten Athen in Kauf nehmen zu müssen. Hauptwirtschaftsfaktor der Insel scheint eindeutig der Tourismus zu sein, was angesichts der kargen und hügeligen Landschaft nicht weiter verwundert.



Die Unterkunft

Bei der Wahl des Schlafplatzes entschieden wir uns, nach einem im Vergleich mit den doch recht teuren Hotels, schnell für die billigere Alternative Apartment. Da wir zudem das Glück hatten, dass der Großteil der Nächte preislich in die Kategorie "Vorsaison" fiel, konnten wir im Votsalaki Boutique Resort ein hervorragendes Apartment für vier Personen zu einem sehr ansprechenden Preis ergattern. Und die Wahl erwies sich als perfekt.

Die geografische Nähe zum Partystrand Paradise Beach macht die Apartmentanlage für Familien aufgrund des Geräuschpegels zwar eher unattraktiv, für uns war die Musik in Kombination mit einem herrlichen Infinitypool und einer netten Lounge rund um dieses jedoch perfekt zum entspannen und regenerieren. Das Apartment war von sehr guter Qualität, zudem gab es jeden Tag einen hervorragenden Putzservice inkl. neuer Strandtücher & Co. Auch das Personal wirkte sehr bemüht und versorgte uns mit hervorragenden Tipps rund um die Insel. Abgerundet wurde dieses super Gesamtpaket von einem kleinen Fitnessbereich, bei dem man mit Ausblick auf Infinitypool und Meer ein bisschen am Strandkörper feilen konnte.



Der erste Abend

Nachdem wir unser Apartment bezogen hatten, ging es direkt an den wunderschönen Infinitypool, wo wir uns gleich einmal von der Anreise erholen konnten. Einer der zwei sehr freundlichen Barkeeper/Poolboys brachte uns sofort kaltes Wasser, setzte sich zu uns und begann uns auf einem Zettel seine Tipps für unseren Aufenthalt niederzuschreiben. Und schon der erste Tipp erwies sich als Volltreffer. Auf unsere Nachfrage nach einer erschwinglichen Möglichkeit für ein authentisches griechisches Abendessen empfahl er uns Nikolas Taverna, ein schönes Lokal direkt am Sandstrand des zu Fuß in etwas 15 Minuten entfernten Paraga Beach. Im Rahmen unseres Aufenthalts haben wir dort an zwei Abenden gespeist und wurden beide Male nicht enttäuscht. Sowohl das Souvlaki als auch das Moussaka haben mich als Hauptspeise überzeugt, abgerundet wurde das ganze von Meeresfrüchte-Vorspeisen und einem guten Hauswein. Die Preise waren zudem auf einem erschwinglichen Niveau - billiger isst man in Wien auch nicht ;)

Auf dem Weg in die Taverne kamen wir beim Beachclub Scorpios vorbei, wohl einer der "In-Locations" der Insel. Laut Beschreibungen im Internet sowie unseres Vermieters geht es dort jedoch sehr viel um "sehen und gesehen werden", was sich auch mit unseren Beobachtungen der Gäste gedeckt hat.

Da wir darauf prinzipiell eher weniger Lust hatten (schon gar nicht am ersten Abend), beschlossen wir den Abend auf dem Paradise Beach, der unserem Apartment zu Füßen lag, ausklingen zu lassen.

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Direkt am Strand liegen die zwei Bars Tropicana und Guapacola, in denen man bis in die frühen Morgenstunden hinein tanzen und trinken kann.

Erstere fokussiert sich musikalisch eher auf aktuelle Popmusik und klassische Partyhits, zweitere hat den Fokus klar auf Hip-Hop. Das Publikum war eher jünger (18 bis 25) und erstaunlicherweise ein bunter Mix aus Nationen aller Welt. Zu relativ wenigen Europäern gesellten sich massenweise Nord- und Südamerikaner sowie Australier. Von einer überdurchschnittlich großen Homosexuellenszene bekamen wir auch null mit, diese findet man bei Interesse wohl eher im nahegelegenen Super Paradise Beach. In den Clubs des Paradise Beach waren geschätzt sogar mehr weibliche Gäste als männliche, was für Beachclubs doch eher unüblich ist, uns aber nicht gestört hat ;)

Es ist dort relativ egal wie ihr angezogen seid, von Badehose + Flip-Flops bis hin zu Leinenhose + Hemd werdet ihr dort in keinem Outfit alleine sein oder gar negativ auffallen. Die beiden Clubs kann ich prinzipiell für einen lockere Partynacht sehr empfehlen.

Einzig zu der nahegelegenen Disco Cavo Paradiso kann ich keine Empfehlung abgeben. Zumindest in der Vorsaison ist diese relativ schlecht gefüllt, weswegen sich der Eintritt von mindestens 20€ sowie die merklich teureren Getränkepreise definitiv nicht lohnen. In der Hauptsaison ist das möglicherweise anders, die prinzipiell schöne Location hätte bei guten DJs und vollen Haus definitiv Potential für mehr.

Hier seht ihr die verschiedenen Lokale des Strandes in Action:

Gesamtfazit: Super Partystrand für lockere Abende :)


Und weiter gehts

Zur Stärkung nach dem ersten Partyabend gönnten wir uns am Vormittag ein hervorragendes Frühstück am Infinitypool. Neben dem stärkenden Frühstück war mein persönliches Highlight der Kaffee, welcher deutlich besser war, als das, was ich mir von einer Apartmentbar einer griechischen Insel erwartet hatte. Auch beim Frühstück wurden wir wieder mit guten Tipps versorgt, diesesmal zu den Transport und Einkaufsmöglichkeiten.



Direkt am Paradise Beach gibt es zwar einen Minimarkt mit den notwendigsten Dingen um sich eine Woche lang ernähren zu können - eine zehnminütige Busfahrt bringt einen jedoch zum größten Supermarkt der Insel, bei dem man zum geschätzt halben Preise eine deutlich größere Auswahl an Produkten vorfindet.

Sogar der Supermarkt, der der Kette Flora Super Markets angehört, ist in Richtung "Party" getrimmt, was man am inkudierten DJ-Pult, einer großen Auswahl alkoholhaltiger Getränke sowie dem generell stylischen Design erkennt.

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Nachdem wir uns aus der riesigen Auswahl eine Grundversorgung für die Woche zusammengestellt hatten, ging es mit dem Bus retour ins Apartment.

Die Busanbindung hat mich äußerst positiv überrascht, für 1,8€ pro Fahrt kann man von ca. 8Uhr morgens bis 2Uhr in der Früh in regelmäßigen Abständen zwischen dem Paradise Beach und der Altstadt von Mykonos verkehren und auf dem Weg auch wenige hundert Meter neben Flughafen bzw. Supermarkt aus- und einsteigen. Das heißt, dass man nicht während der gesamten Urlaubszeit ein Mietauto benötigt, wenn man gut plant.

Zurück in der Unterkunft gönnten wir uns erst einmal ein kleines Nickerchen am Pool, um uns für den bevorstehenden Abend zu stärken. Außerdem testen wir den inkludierten Fitnessbereich auf Herz und Nieren und hatten unseren Spaß mit den diversen aufblasbaren Utensilien des Pools. Highlight war ein goldener Schwan mit über 2 Metern Durchmesser, den ein Freund von seiner Schwester bekommen hatte. Dieser überlebt die Woche aber leider nicht :(



Nach einem entspannten Nachmittag am Pool, machten wir uns mit dem Bus auf in die Stadt Mykonos. Was uns dort erwartete, erfahrt ihr im zweiten Teil. Als kleinen Ausblick auf die wunderbare Kulisse lasse ich noch dieses Foto des Sonnenuntergangs da - ohne mich jetzt zu viel selbst loben zu wollen sicherlich eines einer gelungensten Fotos mit dem Smartphone!

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Liebe Grüße und bis zum nächsten Teil,
Martin


Disclaimer: Der provokante Titel dieses Beitrages ist absichtlich gewählt und soll bitte nicht als Abneigung gegenüber der Homosexuellenszene und/oder reichen Leuten gewertet werden. Für erstere gibt es hier übrigens einen eigenen Kurations-Account (@prp-lgbt), den ich auch schon öfters unterstützt habe, obwohl ich nicht in diese Richtung veranlagt bin ;)