Tag 2 - Roadtrip-Start mit Hindernissen: Bürokratie, böse Überraschungen und Schrauberei
Ich war voller Vorfreude – der Plan stand: endlich das Motorrad zulassen, die Versicherung telefonisch abschließen und dann zeitnah die große Tour starten. Klingt einfach, oder? Leider sollte ich bald eines Besseren belehrt werden.
Schon am frühen Morgen griff ich zum Telefon und regelte die Versicherung des Motorrads in einem schnellen Gespräch. Ich dachte mir noch: „Perfekt, ein Häkchen weniger auf meiner Liste!“ Doch das sollte nur der Anfang eines langen Tages sein.
Mit allen Unterlagen im Gepäck fuhr ich zusammen mit Bob zur Zulassungsstelle. Dort hatte ich zunächst einen Schreckmoment. Das Motorrad kann ich nur mit dem Einreisestempel I-94 auf mich zulassen. Ich habe jedoch keinen Stempel bekommen. Hilfe!
Die Dame am Schalter, konnte dann glücklicherweise recherchieren, dass man den digital abrufen kann. Also nochmal Glück gehabt. Am Ende kommt aber dennoch eine böse Überraschung: Knapp 500 Dollar Steuern für die Zulassung! Nur Steuern, nicht die normalen Zulassungskosten. Dabei hatte der Vorbesitzer auch schon Steuern für den Kauf gezahlt.
Das wäre wie, wenn wir bei uns bei jedem Kauf von gebrauchten Sachen erneut Mehrwertsteuer zu entrichten wäre...
Nungut ist ja für einen guten Zweck. Schreck verdaut und weiter geht's.
Aber damit nicht genug. Nun hieß es erstmal einkaufen gehen. Essen für mein momentanes zu Hause und für die ersten Tage der Tour.
Leider nicht so einfach wie zu Hause. Die Supermärkte sind riesig und man wird einfach vom gigantischem Angebot erschlagen. Dafür kann man dort auch wirklich alles kaufen.
Also gleich noch ein paar Supplemente, Eisen, Zink, Magnesium und Kreatin eingepackt.
Und natürlich Brems- und Kühlflüssigkeit für das Motorrad. Was man halt so alles im Supermarkt einkauft.
Zurück in Bobs Garage ging es an die Vorbereitung des Bikes. Ich wechselte mit seiner Hilfe die Kühlflüssigkeit, erneuerte die Bremsflüssigkeit und reinigte den Luftfilter gründlich.
Was als kleines Schrauberprojekt gedacht war, entwickelte sich zu einem Marathon: kleine Handgriffe, die gefühlt ewig dauerten, und Schrauben, die partout nicht rauswollten. Doch während ich schraubte, stieg meine Vorfreude: Bald wird dieses Motorrad mich an Orte bringen, von denen andere nur träumen!
Der Start meines Abenteuers war zwar mit einigen Hindernissen gepflastert, aber hey – was wäre eine gute Reisegeschichte ohne ein paar bürokratische Tücken und schmutzige Hände?