Wie läuft das eigentlich mit der Routenplanung, wenn man immer unterwegs ist? Wo fährt man hin? Und warum? Warum nicht woanders hin? Ich nehm euch heute mal mit in meine persönliche Routenplanung!
Trollstigen in Norwegen picture by vogeladventure.com
Beziehungsweise, ich weiß gar nicht ob meine Routenplanung überhaupt so viel mit Planung zu tun hat. Manchmal kommt es mir eher so vor, als wäre die Strecke, die ich fahre eher wehrlos von A nach B und komme irgendwie nie an. Wie denn auch, so ohne Ziel =)
Nach längerem grübeln auf der Fahrt durch französische Dörfchen heute bin ich auf den Trichter gekommen, dass es in meiner Routenplanung drei verschiedene Ebenen gibt:
- Termine
- Grundbedürfnisse
- Wetter
- PoI - Points of Interest
- tägliche Lust und Laune
- Urlaub =)
1. Termine
Eigentlich bin ich ja recht frei und unabhängig. Ich habe keinen festen Job, zu dem ich jeden Tag hin muss. Ich arbeite zwar viel (z.b. für das Projekt Dachzeltnomaden, das DACHZELT FESTIVAL, mein Projekt #becomeadigitalnoamd, Social Media, usw...) und in den allermeisten Fällen auch ortsunabhängig.
Trotzdem gibt es ab und zu Termine, die ich wahrnehmen sollte oder möchte. Das sind nicht immer Termine, die mit dem Business zusammenhängen, das sind ganz häufig private Termine oder Spaßtermine: Geburtstage von Freunden, Familie, oder Communitytreffen, Messen, Bergtouren,Termin mim Steuerberater usw.
Diese Termine sind gar nicht so unpraktisch, denn so ergibt sich für mich eine grobe Route und ein grober Zeitplan, an den ich mich halten kann. Dennoch bin ich sehr frei in meiner Planung, weil diese Termine 1-2 mal im Monat stattfinden.
Jetzt komme ich z.B. von einer Messe am Bodensee und mag auf das #fmtreffen nach Luxemburg. Dazwischen liegen zwei Wochen, zack ich habe meine grobe Route.
So sieht meine Map aus - die blauen Punkte sind alles Übernachtungspunkte aus dem letzten dreiviertel Jahr
2. Grundbedürfnisse
Entlang der Route ergeben sich natürlich öfters spontane Zick-Zack Fahrten, weil ich eine Dusche, eine Waschmaschine, Frischwasser oder einfach mal wieder gescheites WLAN suche (ja das ist ein Grundbedürfnis als digitaler Nomade 😂).
3. Wetter
Wenn ich die Wahl habe, so wie eigentlich meistens, dann wähle ich die Route mit dem schöneren Wetter. Vor allem Gewitter versuche ich aus dem Weg zu fahren. Ich liebe Gewitter ja, aber im Dachzelt ist das nunmal nicht so sicher.
Letzte Woche war ich in Dornbirn, weil ich auf die Reparatur meines Wagens gewartet habe. Grobes Ziel war wie gesagt Luxemburg. Jetzt wollte ich eigentlich vorher noch einmal in die Berge fahren. Egal ob Österreich, Italien oder Schweiz. Da dort "unten" aber überall das Wetter nicht so geil werden sollte, bin ich schnurstracks durch die Schweiz durchgefahren und ab nach Frankreich. Dort war die beste Wetteralternative. In der Schweiz wollte ich eh nicht bleiben, da mich da das Internet ein Vermögen kostet und in Frankreich kostet es im Vergleich fast nix mit der free.fr Karte. Vielleicht ist es das mobile Internet wert noch einenn extra Punkt zu bekommen? 🤔😂
4. PoI - Points of Interest
Entlang dieser groben Route gibt es natürlich auch Plätze, die ich liebend gerne sehen mag. Das sind häufig Freunde, Sehenswürdigkeiten, Berggruppen, spannende Wanderrouten, Empfehlungen von anderen Reisenden oder Leuten, die ich unterwegs kennengelernt habe.
So brauche ich mir eigentlich gar keine Feinplanung zu machen. Die passiert einfach so auf dem Weg von alleine. Wenn ich wirklich mal nicht weiß wo ich hinwill, dann google ich auch mal "die beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Region". So habe ich im Frühjahr z.B. den Pont du Gard gefunden. Ich kannte das Aquädukt zwar von Bildern, wusste aber nicht, dass ich nur 50 km weg bin. Ganz oft frage ich auch auf Social Media Plattformen, was es schönes gibt und er Nähe.
So ergibt sich also die Feinplanung.
Pont du Gard - Frankreich
5. tägliche Lust und Laune
Last but not least kommt am Ende noch die tägliche Lust und Laune dazu. Manchmal mag ich eine Woche in einem schönen Gebiet bleiben.
So ging mir es in den Korkwäldern von Portugal. Manchmal fahre ich eine halbe Ewigkeit irgendwohin ganz speziell hin, wo es mir dann nicht behagt und ich dann schnell wieder weg will. Das ist eben von Situation zu Situation anders.
Korkbaum in Portugal
Ich merke immer mehr wie geil das ist jeden Tag aufs neue zu entscheiden, wo man hin mag und wo man gerne auch mal länger bleibt!
6. Urlaub =)
Im Frühjahr war ich schon drei Monate auf "Urlaub" in Portugal. Der Weg ist natürlich das Ziel gewesen. Hier ist ein kleiner Einblick in meine Portugal Reise im Frühjahr 2018, wenn es dich interessiert.
Im Herbst ist eine weitere dreimonatige Reise geplant. Wo es hingeht wissen vielleicht schon einige von euch. Ich werde nächste Woche noch mehr darüber schreiben, also 🤫😜