Endlich hatte sich wieder einmal ein Tag in meinem Terminkalender gefunden, an dem ich keinen Termin hatte - zur Zeit eine wirkliche Rarität! Ich wusste sofort: Diesen Tag will ich für einen kleinen Ausflug nutzen. Doch wohin? Das Wetter ist schön, also wieso fahr ich nicht einfach ans Meer? Schnell hab ich auf Google Maps nachgesehen, wie lange ich von mir zu Hause bis an die Adria brauche. Und WOW, das ist ja nicht mal so weit weg!
Nur 2,5 Stunden Fahrtzeit nach Grado - Grandios!
Grado
Die Wahl des Zielortes fiel nicht schwer, da es einfach der meiner Heimat nächstgelegenste Badestrand am Meer sein soll.
Und tatsächlich, nach ziemlich genau 2,5 Stunden Fahrt erreichte ich die besagte Brücke, die zuerst als Damm aufgeschüttet durch das Meer führt, um dann schließlich in einer Drehbrücke (um auch größeren Schiffen das Passieren zu ermöglichen) zu münden, die über das Wasser nach Grado führt.
Endlich, das Meer!
Lange ist es her, seitdem ich das letzte Mal am adrischen Meer war und sofort spürte ich sie wieder: Meine Liebe zu Italien, dem Meer und dem für diese Region typischen Baustil. Sofort suchte ich mir einen Parkplatz und dann nichts wie raus auf den Strand! Am Weg zum Strand entdeckte ich viele andere Autos aus Kärnten - Grado ist ein sehr beliebtes (weil schnell erreichbares) Ausflugsziel für den Feiertags-Kurzurlaub der Kärntner! (Funfact: ich habe allein an diesem kurzen Nachmittag einige Leute getroffen, die ich kannte^^)
Das Meer ist hier sehr flach und ich musste locker hundert Meter hinausgehen, bis es tiefer wurde und zum Schwimmen geeignet war. Das dürfte vor allem für Familien mit kleinen Kinder sehr toll sein, da es dadurch einen riesigen seichten "Nichtschwimer-Bereich" gibt. ;)
Auch viele Kitesurfer waren am Wasser unterwegs und es machte viel Spaß, ihnen beim Surfen zuzusehen! Gerne würde ich so etwas auch einmal ausprobieren.
Zurück aus dem Wasser ging ich erstmal etwas Essen: Sehr untypisch für Italien bestellte ich mir einen Cheeseburger con Patate Fritte. (An alle Pasta-Fetischisten, bitte übt Nachsicht!) Es hat super geschmeckt und bevor ich zum Auto zurück ging, um mich umzuziehen, entschied ich mich für eine kleine Erkundungstour durch Grado. Wow, da gibt es wirklich tolle Häuser mit wunderschönem Flair! Ich fasste den Entschluss, meine Kamera im Auto zu holen und mit ihr bewaffnet nochmal die selben Straßen entlang zu gehen, um diesen einzigartigen Charakter einzufangen.
Hier sehr ihr nun eine kleine Bildergalerie von einigen sehr schönen Häusern die ich auf diesem Spaziergang vor die Linse bekam. Hach, wie gerne würde ich eines Tage in so einem Haus wohnen!
Beim Weitergehen entdeckte ich eine Straße, die wohl so etwas wie die "offizielle Abendmeile" der Stadt ist: Ein Restaurant reihte sich an das nächste, überall saßen Leute, aßen Fisch und tranken Wein, hier und da waren auch Musiker zu hören, die ihre schnulzigen italienischen Lieder zum Besten gaben. Zum ersten Mal bereute ich es etwas, allein gefahren zu sein. Wäre doch wirklich schön gewesen, ein hübsches Mädel hierhin auszuführen, um mit ihr Abend zu essen! ;)
Langsam wurde es Abend und ich hatte noch etwas ganz besonderes vor: Bewaffnet mit Kamera und Stativ ging ich bis in an den westlichsten Zipfel der Insel, um dort die untergehende Sonne zu fotografieren. Am Weg dorthin konnte ich noch einige sehr gelungene "Golden-Hour-Aufnahmen" von Grado machen. Ein Bild davon ziert als Titelbild diesen Post und das andere seht ihr hier direkt im Anschluss:
Ein Sonnenuntergang als krönender Abschluss
An der Westspitze der Insel angekommen, baute ich das Stativ auf und versuchte einige Einstellungen vorzunehmen, um das golden leuchtende Licht bestmöglich einzufangen. Auch einige Fischer saßen hier auf den Steinen und schienen ebenfalls mehr den Sonnenuntergang zu beobachten, als ihre im wind wankenden Angelruten.
Das nächste Bild zeigt meiner Meinung nach sehr gut, was für geniale Licht-Effekte die untergehende Sonne auf ihre Umgebung hatte:
Nun brach die Stunde der Wahrheit an: Wird der Sonnenuntergang das halten was er verspricht?
Naja... nicht ganz.
Leider war eine große Wolkenwand im Weg, welche die Sonne verschluckte, noch bevor sie tatsächlich untergegangen ist. Trotzdem sieht es ziemlich cool aus, wie die Sonne hinter den Wolken verschwindet:
Glücklich und erfüllt machte ich mich auf den Rückweg zum Auto, um meine Heimfahrt anzutreten. Noch vor Mitternacht war ich wieder zu Hause. Es hat mich wirklich verblüfft, was man an einem Nachmittag alles erleben kann! Diese kurze Entfernung nach Grado ist wirklich super, ich glaube ich werde da in Zukunft noch des Öfteren spontan für einen (Nachmit)Tag hinfahren!
Im Anschluss habe ich noch drei Fotos für euch rausgesucht, welche ich für sehr gelungen halte:
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