Warum weit weg fahren, wenn das Glück doch auch so naheliegen kann?
Viele Menschen verreisen in weit entfernte Länder (was sicherlich auch seinen Charme hat) und vergessen dabei was für schöne Ecken Deutschland zu bieten hat.

Wir mussten raus. Einfach mal ein paar Tage entspannen. Unsere Nerven haben dank unserer Nachbarn ziemlich gelitten in der letzten Zeit. Also buchte ich uns ein Wochenende im schönen Harz. Genauer gesagt in Braunlage.

Und so ging es am Freitag dann los. Nach 4 Stunden Fahrtzeit konnte ich am Horizont die ersten Berge erblicken. Das erinnte mich ein Stückchen an den bayrischen Wald, in dem ich soo gerne Urlaub mache. Ich flippte völlig aus, zeigte auf jeden Berg und schrie immer wieder:

,,Berge, Berge, Berge!"

Genau das wollte ich haben.

Wir fuhren durch Berg und Tal und genossen die Aussicht.

Nachdem wir unser Auto dann auf den Berg geprügelt haben (2. Gang und los gehts), waren wir am Ziel. Wir waren in Braunlage angekommen.

Schnell einchecken und die Gegend erkunden.

Ein paar Schritte weiter befand sich eine Kirche. Mitten zwischen Restaurants und Kneipen.
Wir öffneten die Tür vorsichtig und traten ein.

Die Trinitatis-Kirche ist komplett aus Holz und der Geruch war einem gleich vertraut. Am Ende des Ganges stand ein großer Flügel, der gleich von zwei Touristen aus Frankreich in Beschlag genommen wurde. Die Beiden saßen dort und spielten die schönsten Lieder. Also setzten wir uns leise hin und bewunderte demütig die Schönheit der Kirche.

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Besonders das Licht, das durch die Fenster der alten Kirche brach, ließ mich inne halten.

Danach musste erst einmal das Loch in unseren Mägen gestopft werden und wir fuhren mit dem Auto ein Stückchen den Berg hinauf.

Wir kehrten in der Bavaria Alm am Torfhaus ein und genossen den herrlichen Ausblick bei leckerer bayrischer Hausmannskost.

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Gegenüber konnten wir die Spitze des Brockens erkennen.

Abends fielen wir dann ins Bett, mit gaanz vielen Plänen für den nächsten Tag.

Nach dem Frühstück gingen wir in den angrenzenden Kurpark.

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Der Kurpark ist wunderschön angelegt und ist mit seinen vielen Blumen ein absolut schönes Fleckchen Erde.

Danach ging es für uns zu Fuß zur nahegelegenen Wurmberg Seilbahn. Der Brocken war für uns leider nicht machbar, da mein Freund den weiten Weg hinauf nicht schaffen würde (Bandscheibenvorfall sei Dank). Also beschlossen wir einfach, den Wurmberg zu entdecken.

Der Preis für die Fahrt war preislich mit 13€ vollkommen in Ordnung.

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Der Wurmberg ist zwar längst nicht so hoch wie der Brocken. Allerdings beeindruckt er mit einer Höhe von 971,2m und ist somit der zweithöchste Berg im Mittelgebirge des Harzes. Wir hatten einen wahnsinnig schönen Rundumblick auf das Tal.

Aber ein bisschen Wasser müssten wir als Menschen von der Küste doch sehen. Und so ging es an mehrere Wasserfälle.

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Nach 4km Fußmarsch über Stock und Stein waren wir dann endlich am kleinen und großen Bodewasserfall angekommen. Zugegeben ein kaum erkennbarer, sehr kleiner Wasserfall. Wir machten Rast, tauchten die Füße in das kalte Wasser und genossen die Natur um uns herum in vollen Zügen.

Spätestens als wir die Vögel und das rauschende Wasser hörten und ansonsten nichts außer Stille wahrnehmen konnten, war uns klar, dass wir im Urlaub waren. Wenn auch nur kurz.

Wir beschlossen etwas zu essen und fuhren planlos durch die Landschaft, bis ich am Rande der Straße den großen Radau-Wasserfall entdeckte. Also hielten wir an und schauten uns ein weiteres Naturspektakel an.

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Voller Begeisterung saß ich dort und sah mir diesen Wasserfall an. In dem Moment wurde mir noch mehr klar, dass die Natur die schönsten Bilder erzeugt.

Doch gegessen hatten wir immer noch nichts. Also fuhren wir weiter und machten Rast an einem Restaurant, das im hinteren Teil auch ein Wildkatzengehege hat.

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Zugegeben. Sie sehen aus wie die Nachbars-Katzen, aber oho.

Nachdem wir etwas gegessen hatten, verbrachten wir den Abend tatsächlich vor dem Fernseher in der Bar des Hotels. Real gegen Liverpool, das musste sein.

Nach dem Frühstück heute Morgen ging es dann in das wolkenbedeckte Schleswig-Holstein zurück.

Und nun sitze ich hier und schreibe unsere Erlebnisse für euch nieder.

Ein Erlebnis halte ich bewusst zurück, weil es mich so sehr begeistert hat, dass es einen einzelnen Beitrag verdient.

Der Harz hat mich dankbar zurück gelassen. Dankbar für die unendliche Gastfreundschaft, das tolle Hotel und die wundervolle Natur.

Wir kommen wieder, versprochen!!