Unser Wochenende im Harz (Teil 2)

Am Freitag Abend wollte ich unbedingt noch in die Sternenwarte von der ich gelesen hatte.

Ich wusste, dass sich diese Sternwarte rein aus Spendengeldern finanziert und das Ziel hat, die erste barrierefreie und höchste Sternwarte in Norddeutschland zu werden.

Die Sternwarte liegt in der dunkelsten Region im Nationalpark Harz. Die Milchstraße soll dann schon mit bloßem Auge erkennbar sein.

Ich wollte eigentlich gar nicht so tief in die Thematik einsteigen. Ich wollte nur einmal durch ein Teleskop schauen und ein paar Sternchen sehen. Nicht mehr, nicht weniger.

Wir fuhren also relativ früh und kurz nach Anbruch der Dunkelheit in die Richtung des St.Andresberges. Ein Fehler, wie uns dann klar wurde. Es war noch viel zu früh.

Die Sternwarte war nicht gut beschildert und so hatten wir zu Beginn Schwierigkeiten diese auch wirklich zu finden.

Vor der Tür angekommen leuchtete im Gebäude ein Rotlicht und an der Tür stand, dass man eintreten sollte. Gesagt, getan. Nichts als Leere und Stille. Die Gänge alle dunkel. Zahlreiche Türen und wir hatten keine Ahnung, wo wir eigentlich gerade waren.

Draußen sahen wir ein paar Menschen sitzen. Wir traten vorsichtig nach draußen und auf uns kam ein Herr zu.

,,Wir wollten uns nur einmal die Sternwarte anschauen."

,,Oh heute haben wir eigentlich eine geschlossene Gesellschaft. Wir haben Gäste hier, denen wir die Sternwarte zeigen und ein wenig grillen. Aber das ist kein Thema. Wollt ihr etwas essen?"

Diese Freundlichkeit und Gastfreundschaft war unglaublich. Gegessen haben wir nichts, aber kurz darauf bekamen wir einen sehr tiefen und ausführlichen Einblick in die Welt der Planeten, der Galaxien, des Mondes, der Sonne und der Sterne.

Der liebe und nette Herr bat uns herein, zeigte uns unzählige Power Point Präsentationen und viele Bilder von all diesen wundervollen Objekten am Himmel.

Wir konnten nicht alles von Beginn an verstehen, doch er gab sich die allergrößte Mühe uns einen kurzen Einblick in die Welt des Universums zu geben.

Wir konnten unglaublich präzise Bilder bestaunen, die uns verblüfften.

Kurz darauf gingen wir wieder heraus. Der Mond, den konnten wir uns gaanz genau anschauen. Und mit ganz genau meine ich das auch so. Wir sahen einzelne Krater und konnten einen unglaublich nahen Blick auf den Mond werfen.

Da es zu hell war (wir näherten uns einem Vollmond), konnten wir viele Galaxien, Sterne oder auch die Milchstraße nicht sehen.

Was mich begeistert hat war die Gastfreundschaft, die Liebe zu dem Hobby, dass diese Menschen ausüben und die Lust daran, Menschen mit einer Einschränkung den Himmel nahebringen zu können.

Gegen Ende des Abends wurden wir noch einmal darauf hingewiesen, dass all das nur dank der Spendengelder möglich ist.

Aufgrund der tollen Führung und der Zeit, die sich alle genommen haben, konnten auch wir nicht anders und fütterten das kleine Sparschwein am Eingang der Sternwarte.

Wir wurden herzlich eingeladen im Juli an einer Veranstaltung teilzunehmen und sind jederzeit Herzlich Willkommen.

Dieses Angebot werden wir annehmen. Solltet ihr einen Urlaub im Harz planen, schaut dort vorbei. Es ist wirklich unglaublich nett und beeindruckend dort.

Falls ihr euch jetzt schon für die Sternenwarte und deren Ziele im kommenden Jahr interessiert, schaut gerne auf der Homepage vorbei.

https://www.sternwarte-sankt-andreasberg.de/

Auf Wikipedia könnt ihr euch Fotos anschauen, die zeigen, dass diese Anlage behindertengerecht gestaltet worden ist, was für mich ein absoluter Pluspunkt ist! So sind doch viele Anlagen in Ferienparks nicht ausreichend barrierefrei.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sternwarte_Sankt_Andreasberg

Den ,,Erlös" dieses Posts spende ich ausschließlich an die Sternenwarte am St.Andreasberg! Versprochen!