Hola mi Steemians

Diejenigen unter euch, die schon mal abseits der Touristenhochburgen Urlaub machten hier auf der Domikanischen Republik, haben es sicher mitbekommen.
Es ist nicht immer nur alles Gold was glÀnzt hier auf der Karibikinsel. Nebst wunderschönen und zum Teil noch naturbelassenen Meeresbuchten und ihren schneeweissen SandstrÀnden sowie den Abermillionen von Palmen, plagen die Dominikaner reihenweise anderer Probleme.

Laut der hiesigen Tages-Zeitung "Diario libre" sind dies zur Zeit die Korruption mit rund 27%, die Arbeitslosigkeit mit ca. 43% und mit riesigem Abstand die KriminalitĂ€t mit ĂŒber 74%, die die Bevölkerung in Sorge treiben.

All diese Probleme fĂŒhren mitunter dazu, dass die Dominikanische Republik im weltweiten Index fĂŒr Wettbewerb von 137 bewerteten LĂ€ndern im Jahr 2017/18 nur auf Platz 104 liegt. Sie ist damit sogar um 12 PlĂ€tze zur Vorjahresperiode gesunken. Meines erachtens nach ein lausiges Zeugnis fĂŒr dieses Traumparadies.

aber die KriminalitÀt ist das Hauptproblem

Und nein, nicht die angstschĂŒrenden Berichte von ÜberfĂ€llen auf AuslĂ€nder oder die Anzahl der Mordopfer sind es, mit denen die lokale Bevölkerung zu kĂ€mpfen hat, nein es sind dies vorallem die EinbruchsdiebstĂ€hle in LadenlokalitĂ€ten und in private WohnhĂ€user.

Und da die Polizei dieser Situation machtlos gegenĂŒbersteht resp. auch zu wenig Wille zeigt dies zu Ă€ndern, muss jeder fĂŒr sich schauen. Dazu muss man wissen, dass ein Polizist hier in der Haupstadt von Santo Domingo je nach Rang nur zwischen 8000 - 12'000 Pesos verdient, wir reden hier also von einem Monatslohn von ca. 140 - 200 Euro.

Da bei diesen VerhĂ€ltnissen nicht viel von der Polizei zu erwarten ist, spricht fĂŒr sich. Dazu kommt noch eine unheimlich hohe Korruption auch innerhalb der Polizei, "gib mir uter der Hand und ich beschĂŒtze dich.., - traurig, sehr traurig!


Das war jetzt sehr interessant! Danke... Habe festgestellt dass dein Haus relativ stark geschĂŒtzt ist mit Gittern. Ist das da so gefĂ€hrlich?

Ein Kommentar auf meinen Artikel Wie lebe ich als Auswanderer auf der Dominikanischen Republik von @hj-wuethrich

"TatsĂ€chlich ist das mit der Sicherheit ist ein grosses Thema. Die KriminalitĂ€t ist hier um einiges höher als in Schweiz oder in Europa allgemein; jaja nicht nur eitler Sonnenschein. Wenn man aber bewusst mit der Bedrohung umgeht, dann hat man keine Sorgen und dazu gehören auch GrundstĂŒcks oder GebĂ€udeeinzĂ€unungen. Die Domis gehen sogar soweit, dass sie dies zelebrieren"

Zelebrieren?

Tore schĂŒtzen Hab und Gut

ja ja, aber dem ist genauso, auch wenn es ein wenig komisch tönt. Was ich aber damit meine sind Tore - ganz viele Tore: Haustore, Eingangstore und Garagentore. Je grösser desto besser. Ein Selbstschutz der Dominikaner, den sie bewusst zeigen. "Schau Dir mein Tor, meine Vergitterung an und du wirst merken, dass du hier nicht reinkommst..."

Tore, hauptsĂ€chlich aus Eisen aber natĂŒrlich auch noch aus anderen Materialien. Und in tausend verschieden Farben - von nagelneu bis zu alt und verrostet


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Da die KriminalitĂ€t in der Dominikanischen Republik wie erwĂ€hnt sehr, sehr hoch ist und alle Dominikaner ein grosses SicherheitsbedĂŒrfnis haben, wird eigentlich jedes Haus mit Toren und Eisen-Gittern verbaut. Vorallem der Eingangsbereich, Garage und auch meistens noch alle Fenster.

An dies musste ich mich zu Beginn meiner Auswanderung zuerst gewöhnen. Selten gibt es eine Klingel, so muss man sich lautstark bemerkbar machen, wenn man beispielsweise auf Besuch geht. Damit weiss dann auch schon die halbe Nachbarschaft, das jemand Fremder hier ist - eigentlich gar nicht so schlecht, oder?

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Das können einfache und eher gradlininige Tore sein oder eben auch grosse und sogar Gesamtkunstwerke mit Verzierungen, in unterschiedlichen Materialien und verschiedenen Farben. Sehr oft wird der Eingangsbereich zelebriert und mit Beton- oder Stukaturelementen gemischt. Ich hab Euch noch ein paar weitere Beispiele:

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😘schön und echt elegant, nicht wahr?
Diese Tore werden oft in wochenlanger Handarbeit an Ort und Stelle angefertigt und zusammengeschweisst. Diese Arbeit ist extrem hart und ungemein schweisstreibend.

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Reiche Leute gleich schöne, grosse und spezielle Tore. Und wenn man nicht der Uper-Class angehört, dann sindie Tore dementsprechend etwas kleiner und schÀbiger. So kann man ganz gut auf die Bewohner auf eines Hauses schliessen.

Übrigens in den lĂ€ndlichen Gegenden und in den Armenviertel werdet ihr wenige bis fast keine Tore und Vergitterung finden. Wozu auch, es ist eh nichts zu holen - Auch das ist wieder logisch!

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Und so hat der Dominikaner aus der Notwendigend Pflicht sich zu schĂŒtzen, schon fast eine schöne Tradition gemacht. Tja, manchmal muss man einfallsreich sein. Und clever sind sie ja die Dominikaner.

Also bis zum nÀchsten Mal.

Hasta luego.
mikeCee aka Captain Mike Sparrow the steemian of the caribbean



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