Hola mis Steemians
Heute will ich mal ein Thema aufgreifen, was auf vielen Info-Seiten, wie auch in Foren, von Residenten oder auch Urlaubern zum Teil völlig âzerrissenâ wird:
KriminalitĂ€t, Abzocke, ĂberfĂ€lle usw.
Durch so viele, sehr negative Berichte, werden oftmals Urlauber verunsichert und teilweise haben sie sogar Angst hier Urlaub zu machen. Doch die Dominikanische Republik ist ein wunderschönes Urlaubsland und hat sehr viel zu bieten. Sei dies kulturell oder eben auch nur die vielen unterschiedlichen und schönen StrÀnde.
Ich weiss auch nicht, warum hier immer und immer wieder alles so aufgebauscht wird; warum der Dominikaner immer als Verbrecher dargestellt wird? Wenn wir ehrlich sind â so ist es doch in jedem touristischen Land so, dass vorallem da, wo viele Urlauber sind, auch die ĂberfĂ€lle, Abzocke und KriminalitĂ€t höher ist , als in anderen Teilen des Landes.
GrundsĂ€tzlich sollten sich doch alle vor dem Urlaubsantritt ausgiebig ĂŒber dieses Land informieren, so dass sie wissen, dass die Dominikanische Republik ein sehr armes Land ist, wo viele tĂ€glich ums nackte Ăberleben kĂ€mpfen mĂŒssen. Dazu kommt noch, dass der Schweizer Franken oder der Euro hier sehr stark sind, so dass der Urlauber die RealitĂ€t einfach nicht so einfach sehen kann.
Rund 30 % der dominikanischen Bevölkerung leben in gemÀssigter oder sogar extremer Armut. Und gegen 50 % des Volkes, lebt in Gebieten mit Unterversorgung. Dazu gehören vorallem MÀngel in der Strom- und Wasserversorgung, unzureichende Wege und vieles mehr. Diese Ergebnisse stammen aus einer Studie der Weltbank (SIUBEN)
Wenn ihr hier beispielsweise 500 Euro Taschengeld in 2 Wochen ausgebt, so sind das ungefĂ€hr 28.000 RD$/Peso ! Und wenn er GlĂŒck hat, so verdient der Kellner im Hotel 6000 RD$ im MONAT ( inklusive Trinkgeldern ) ! NatĂŒrlich sieht und versteht der Dominikaner auch, dass ihr noch einen Flug braucht und das Hotel, in dem ihr wohnt.
Also kommt schnell mal der Gedanke auf, dass grundsĂ€tzlich alle Urlauber MillionĂ€re sind, was ja nicht der Fall ist. Er sieht natĂŒrlich nicht, dass ihr evtl. das ganze Jahr fĂŒr euren Urlaub sparen mĂŒsst, oder eventuell sogar einen Kredit dFafĂŒr aufgenommen habt.
Und jetzt kommt vielleicht noch EUER Auftreten dazu, was ihn möglicherweise zu Straftaten verleitet:
- ĂŒbermĂ€ssigen Schmuck
- teure Uhren
- bezahlt wird immer mit einer 2000RD$-Note!
Schmuck lĂ€sst ihr am besten zu Hause oder deponiert ihn im Hotelsafe. Kauft euch am besten eine Billiguhr, wenn ihr nicht ohne auskommt, und bezahlt immer mit kleinen Scheinen. Auch Trinkgeld sollte immer angemessen sein, nicht einfach nur umrechnen, sondern vorallem dem Land anpassen. Wenn ihr wisst, dass die Dominikaner fĂŒr RD$ 4000 bis 6000 oder sogar noch weniger im Monat arbeiten gehen, sind 100RD$ Trinkgeld eher viel zu viel.
Abzocke könnt ihr in vielen FĂ€llen ganz einfach vermeiden, indem ihr euch vorher nach den Preisen erkundigt, z.B. an der Hotel-Rezeption. Es ist hier auch ĂŒblich, dass man grundsĂ€tzlich vorher nach dem Preis fragt oder ihn aushandelt. Ihr solltet euch auf keinen Fall davor scheuen. Der Dominikanern handelt bei einfach allem und kein Preis ist in Stein gemeiselt.
Als Feriengast solltet ihr dunkle Ecken und unbekannte Stadtteile meiden. Da die allerwenigsten Spanisch sprechen, bekommt ihr auch nicht unbedingt mit, wenn man sich ĂŒber euch unterhĂ€lt und zweitens verleitet es eben auch hier wiederum den Dominikaner. Also am besten nicht provozieren, sondern haltet euch eben lieber dort auf, wo sich auch andere Urlauber befinden, auch wenn vielleicht ab und zu Abenteuerlust aufkommen sollte.
Von seiner MentalitĂ€t her, ist der Dominikaner offener als wir es sind. Daher ist das Ansprechen von fremder Personen hier völlig normal, also seid am besten immer freundlich, auch wenn ihr vielleicht nicht auf Anhieb versteht, was er will. Lasst ihn aber spĂŒhren, dass ohr ihn beachtet, dass ihr ihn nicht als Feind seht, aber macht ihm auch verstĂ€ndlich, dass ihr seine Sprache nicht versteht. Es gibt nichts schlimmeres fĂŒr einen Dominikaner, als wenn er das GefĂŒhl hat, dass er von euch nicht akzeptiert wird.
In den ĂŒber 3 Jahren, die ich schon hier lebe, bin ich noch nie ĂŒberfallen worden, dass ich grundsĂ€tzlich mitten unter Einheimischen lebe, mich auch nicht abkapselâ und vorallem das Miteinander mit den Dominikanern suche. Wer so vorgeht, kann hier in Ruhe und Frieden leben, und muss vorallem nicht stĂ€ndig Angst haben.
und hier gehts zu den weiteren Artikel von Land und Leute:
- IdentitÀt und Bevölkerung
- Armut â Mittelstand â Reichtum
- Einnahmequellen
- Verkehr - Guaguas und Taxi PĂșblicos
- Essen - Comida
- Tabak und Zigarren
-Autofahren in der Dominikanischen Republik - Die Leichtigkeit des Seins
- Batey Bienvenido â die HĂLLE auf Erden
- Verbrecher schlafen nicht...
- Schul- und Bildungssituation in der Dominikanischen Republik
- Der Dominikaner und seine Sprache: Gesagt â aber was war gemeint?
- Der Bachata und seine Wurzeln in der Dominikanischen Republik
- Eine Insel â zwei Welten - Haiti und die Dominikanische Republik
- ZUCKERROHR & RUM - FlĂŒssiges Gold - Der weite Weg zum NationalgetrĂ€nk
- Tanzen und Flirten gehören zusammen
- Uno es HOMBRE. Man ist MANN.
- MentalitÀt und mehr...
- KrankenhÀuser und mehr...
- Die liebe Polizei...
Quellen
Hasta luego.
mikeCee aka Captain Mike Sparrow the steemian of the caribbean
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