Hola mi Steemians
Die Dominikanische Republik - das Touristenparadies
Als Tourist ergeht es einem hier auf der wunderschönen Karibikinsel prächtig. Viele Urlauber haben den „Alles Inklusive“ Service für sich gebucht. Essen? Trinken? Alles kein Problem und natürlich so viel man will. Dazu Luxus und aller erdenklicher Komfort des Hotellebens.
Stromausfall? Wasserknappheit? Alles Probleme die der Feriengast nicht kennt.
Doch die Dominikanische Republik hat noch ein viel grösseres Problem als kleine Stromunterbrüche und ab und zu kein Wasser aus dem Zapfhahn. Und das Schlimme daran - man mag es kaum glauben - die Regierung übersieht es einfach. Die Menschen des bevölkerungsreichsten Karibikstaates geht im wahrsten Sinne des Wortes „BADEN“.
Für die hier Lebenden, sind Regen und Gewitter immer wieder willkommen, auch wenn der Urlauber vorallem wegen der Sonne und Wärme kommt. Der Boden, vor allem aber die Land- und Viehwirtschaft, benötigen dringend genügend Wasser.
2017 hatten wir zwar den einen oder anderen Tropensturm resp. Hurrikan (Maria und wie sie alle hiessen). Insgesamt hatte die Dominikanische Republik aber Glück und wurde mehrheitlich nur von grösseren Ausläufern gestreift..
Aber genau hier lauert eine der grössten kommenden Gefahren. Was ist, wenn uns ein Tropensturm so richtig überquert oder ein Hurrikan mit voller Härte trifft?
Und bisher hatten wir ja auch nur das Vergnügen mit sogenannten "Tropischen Wellen". Das sind grössere Tiefdruckgebiete aus denen ein Tropensturm entstehen kann, im schlimmsten Fall ein Hurrikan. Diese "Tropischen Wellen" ziehen vorbei, bringen kurzfristig heftige Böen und Regenschauer. Mehr als das ist es zum Glück in den seltesten Fällen. Ein paar abgebrochene (eh schon morsche) Äste und das war's dann auch schon wieder - mehr nicht!
Fotos und Video aus der Zeit der letzten drei Tropischen Wellen die uns hier trafen. Video – Santiago (1.8.2016), Fotos San Pedro de Macoris.
Ganz im Gegenteil - und das ist wirklich schlimm - genehmigen die Umweltbehörden den Abbau von verschiedensten Baumaterialien. Man könnte auch einfach nur "Augen verschliessen" dazu sagen - Korruption sei Dank.
Kies und Sand wird aus den Flussbetten gebaggert. Die Folgen und Auswirkungen sind sehr vielfältig. Doch bei richtigem Hochwasser wird es extrem gefährlich. Das Wasser ändert seine Fließgeschwindigkeiten und bekommt dadurch auch mehr Kraft. Ufer werdeneinfach weggerissen, Brücken stürzen ein. Sogar ganze Siedlungen werden so zum Teil von den Fluten mitgerissen.
Warum unternimmt hier die Regierung nichts? Oder in Städten? Es trifft jede Stadt, dieses Jahr war es häufig Santo Domingo, San Cristobal und San Pedro de Macoris. Ziehen die Wolken über Land, steht auch Santiago unter Wasser, Puerto Plata und viele Ortschaften mehr. Der Grund? Entweder es gibt keine Kanalisation, oder diese ist durch Müll verstopft.
Allein für den Wahlkampf werden Milliarden von Pesos ausgegeben. Wie gut hätte man dieses Geld gebrauchen können um damit das veraltete Kanalsystem verbessern zu können. Beispielsweise um die seit Jahren versprochenen Kunststoffgitter anschaffen zu können um Metalldieben das lukrative Geschäft zu vermiesen. Nachwievor gibt es nur Kanalabdeckungen aus Metall, die allerdings selten langfristig Bestand haben, dann sind sie auch schon wieder geklaut. Ich selber vermute, dass die Funktionäre da ihre Finger schön mit drin haben und ihre Hand aufhalten.
Diese karibische (Nach)Lässigkeit ist einfach unverantwortlich. Bei einem Tropensturm oder einem starken Hurrikan kommen viel mehr Wassermengen vom Himmel als bei einem normalem Gewitter. Dann liest man wieder einmal mehr von hunderten oder sogar tausenden von Evakuierten, hunderten von zerstörten Häusern und oftmals auch von Todesopfern.
Mit dem Boot durch die Stadt. Venedig lässt grüssen
Diese Probleme sind seit Ewigkeiten bestens bekannt; bleiben aber völlig unberührt. Dazu
kommen noch Nachlässigkeiten beim Baumschnitt. Auch jetzt noch im Juni und dann sicher auch noch im August bei Eintritt in die "Hurrikan-Hochsaison, verlaufen viele Telefon- und Stromkabel nachwievor durch Äste und Zweige.
Den Baumschnitt machen müsste die Gemeindeverwaltung schon lange, damit Stürme die Bäume, die Kabel oder auch ganze Masten nicht mit umreissen könnten. Und auch hier ist dann der Schaden wieder gross. Vorallem leidet aber immer wieder die Bevölkerung. Ein paar Tage ohne Strom? Locker möglich, dass die Reparation so lange dauert.
Manchmal überkommt mich das Gefühl, dass bei so viel Gelassenheit, sich die Landesregierung sogar eine Katastrophe wünscht. Warum? Ganz einfach, dann kommen wieder viele Spendengelder.
Eine Versicherung für Katastrophen? Klar, die hat man auch. Aber muss der Schaden da schon recht hoch sein.
Mit anderen Worten:
Warten wir es einfach ab und wenn was passiert, kommt schon Hilfe…
Bis zum nächsten Mal
Hasta luego.
mikeCee aka Captain Mike Sparrow the steemian of the caribbean
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