Gestern sind wir am See aufgewacht und das morgendliche Bad im klaten Wasser hat uns geweckt. Wir verbringen einige Tag im südlichen Michigan wo es viele kleine Seen hat, was dem Bundesstaat auch den Namen "Land der tausend Seen" gegeben hat.

Am morgen gingen wir schnell aus dem Haus, weil wir eine Abmachung hatten, 30 km entfernt. Dort hat uns die Tante Carolyn abgeholt und wir fuhren zu ihrer Tochter, die zwei wunderbare Töchter und 4 Pferde hat. Anschliessend trafen wir die Kunden von Carolyn. Sie ist zwar pensioniert aber beschäftigt sich immer noch als Fahrerin für Leute, welche selber keine "Benzinkutschen" fahren. So z.B. die Mennoniten, die in einer sehr eigenen Welt leben. Sie haben ihren Ursprung in der Schweiz wo sie vor ca. 300 Jahren wegen ihres täuferischen Glaubens verfolgt wurden und in die USA ausgewandert waren. Ihre Lebensweise hat sich seit damals wenig verändert. Sie sprechen Pennsylvania Dutch, welches zwar ähnlichkeiten mit heutigem schweizer Mundart hat aber keinsewegs identisch ist. Die Redeweise von Mennoniten welche sie aus ihrem Dutch direkt übersetzten sind manchmal im Amerikanischen lustig, so zum Beispiel: "Make out the lights" (Mach die Lichter aus) oder "Throw the cow over the fence some hay" (Wirf der Kuh über den Hag etwas Heu).

Wir durften einen Einblick in ihren Alltag haben. Sie sind mehrheitlich in der Landwirtschaft tätig. Alle haben viele Kinder, so hatte Rahel (die Grossmutter des lokalen Clans) 9 Kinder und bereits 53 Enkel. Sie haben eigne Schulen und gehen bis in die 9. Klasse in den Unterrucht. Die Frauen tragen alle ihre "Uniform", dass heisst sie tragen lange Röcke und bedecken die Haare mit einer "Haube".

Sie waren sehr freundlich und der nachmittagliche Austauch mit ihnen war sehr interessant. Die Mennoniten heiraten sehr jung, erlauben keine Ehen ausserhalb ihrer Community aber sie machen auch handwerkliches Business ausserhalb. So sind diese äusserst gläubigen Leute sehr gute Handwerker im Bereich von Holzhandwerk oder Mechanik. Etwas irritiert waren wir zu erfahren, dass sie sich bei Wahlen enthalten obwohl sie das Recht dazu hätten.

Die wirtschaftlichen Aktivitäten aussserhalb ihrer Community erlaubt ihnen den Ankauf von Land für die Landwirtschaft. 

Erfolglos haben sie uns ihre kleinen jungen Hunde gezeigt. Da wir keinen Platz mehr im Gepäck hatten, konnten wir leider keinen der fröhlichen jungen Hunde mitnehmen.