Der Strand von St. Peter-Ording
Von Nordholz nach Cuxhaven
Gestern verließen wir unseren Stellplatz am Deich und fuhren Richtung Cuxhaven. Da das Wetter in den letzten Tagen hier im Norden eher bescheiden war, entschieden wir uns eine windgeschützte Dusche zu suchen. Bei einem Stellplatz in Cuxhaven war es dann soweit: Eine heisse Dusche ohne Wind für 1Euro/Person =) Nach drei Minuten war der Spass vorbei und wir starteten frisch und sauber in den Tag.
Unsere Nachbarn der letzten Nacht
In Cuxhaven blieben wir nicht lange und es zog uns weiter Richtung Norden. Dänemark ist das nächste Ziel und wir entschieden uns die Fähre zwischen Wischhafen und Glückstadt zu nehmen, damit wir nicht über Hamburg Richtung dänische Grenze navigieren müssen =) Dadurch sparen wir uns einige Kilometer und wir freuten uns schon lange auf die erste Fähren-Fahrt mit dem Mowag über die Elbe =)
Mit der Elbefähre nach Glückstadt
In Wischhafen angekommen reihten wir uns die Kolonne ein und warteten knapp 20 Minuten bis wir die Fähre befahren konnten. Die Überfahrt war äußerst ruhig und wir erreichten Glückstadt etwa 15 Minuten später. Die Sicht vom Wasser ist einfach immer wieder einzigartig und sehr eindrücklich, trotz trübem Wetter. Der Kapitän der Fähre navigierte das Schiff ohne weiteres und wir kamen sicher im Hafen an.
Die erste Fährenfahrt mit unserem Van
Ingesamt 14 Euro hat uns diese 15 minütige Fahrt gekostet
Danach rasteten wir kurz, um uns zu stärken und machten uns daran einen Stellplatz zu suchen. Da wir uns meist spontan einen Platz suchen und selten irgendwelche Apps wie Park4night nutzen, ist die Stellplatz Suche stets ein Abenteuer. Wir durchfuhren das kleine Dörfchen Meldorf. Ich entdeckte auf der Karte, dass es dort ein großes Naturschutzgebiet gab und einen kleinen Hafen mit Stellplätzen. Wir meiden ja große Stellplätze, gaben dem Hafen allerdings eine Chance. Dort angekommen, waren wir ganz alleine vor Ort und platzierten uns direkt neben dem Wasser. Der Stellplatz war sehr schön und die dazu gehörige Aussicht ebenso =) Für uns war klar:
Hier bleiben wir!
Dies änderte sich dann aber sehr schnell, als wir nach ca. 30 Minuten komplett durch kleine fliegende Insekten regelrecht eingenommen wurden. Auf dem Dach, über den ganzen Van verteilt, im Innern des Vans, auf unseren Körpern und im Fell von Mogli, überall waren diese kleinen Krabbeltiere. Wir sind nicht zimperlich bezüglich Insekten, allerdings hört es bei uns auf, wenn das ganze Bett und das Innenleben des rollenden Zuhause komplett eingenommen werden!
Schnurstracks packten wir alles zusammen und entschieden uns, trotz Müdigkeit weiter zu fahren und diesen wunderschönen Ort leider zu verlassen. Wir kannten diese Tierchen bereits von einer anderen Location und wussten, wie hartnäckig die sind und wollten das nicht noch einmal durchmachen.
Ein Strand zum Verlieben
Von Freunden bekamen wir den Tipp nach St.Peter-Ording zu fahren. Wir waren beide gefrustet jetzt doch noch weiter ziehen zu müssen und wussten nicht genau, was uns an diesem Strand erwarten würde und fuhren blind drauf los.
Und unsere Erwartungen wurden übertroffen:
Es empfing uns ein menschenleerer Strand mit direkter Zufahrt über den Sand.
Ausser einer Familie waren wir Menschenseelen allein und wir genossen den ausklingenden Abend. Wir erkundeten uns, ob es erlaubt seit dort zu übernachten. 'Es sei geduldet' war die Antwort und wir riskierten es an diesen einmaligen Schlafplatz zu bleiben.
Am Morgen kam dann jemand und verlangte 6 Euro für das Parken und wir entschieden uns noch den Tag über zu bleiben, um etwas zu arbeiten und zu entspannen.
Danke liebe fliegenden Tiere, für das belagern unseres Vans, ansonsten hätten wir diesen Strand wahrscheinlich nicht aufgesucht =)
Warst du bereits am Strand von St.Peter-Ording ? Ist dieser immer so leer oder stand das Schicksal auf unserer Seite? Ich bin gespannt über deine Erfahrungen und freue mich über jeden Kommentar, Upvote oder Resteem =)
Text: Sarah